« Zurück zur Übersicht 

Jahreshauptversammlung 2016

Haibach. Bürgermeister Andreas Zenglein schaute bei der Dienstversammlung der aktiven Wehr in die Zukunft. Demnach läuft das Bestellverfahren für zwei neue Fahrzeuge, eine Drehleiter DLA(K) 23/12 und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10. Noch im April soll der Auftrag erteilt und dann im nächsten Jahr die Fahrzeuge angeschafft werden.

Im neuen Haushalt der Gemeinde seien alle notwendigen Kostenpunkte der Feuerwehr berücksichtigt und eine hauptamtliche Stelle als Gerätewart vorgesehen. Positiv nahm er die Planung für eine First Responder-Gruppe auf, die für die schnelle Menschenrettung aufgestellt werden soll. Auch die Gründung einer „Kinderfeuerwehr" und die aktive Jugendarbeit begrüße er sehr.

Kommandant Michael Bauecker zeigte in seinem Bericht, dass die Arbeit der Wehr wieder auf vollen Touren läuft. So wurden die Feuerwehrleute im letzten Jahr zu 71 Einsätzen gerufen. Dabei wurden neun Personenrettungen durchgeführt, 20 Brände gelöscht und 46 Technische Hilfeleistungen erbracht. In der Summe waren 1046 Feuerwehrleute im Einsatz. Neben den Übungen und Schulungen im Ort waren über 30 Aktive bei überörtlichen Ausbildungen und in Feuerwehrschulen. Sechs Kameraden sind als Ausbilder des Kreisfeuerwehrverbandes unterwegs und in den Haibacher Schulen und Kindergärten werden Unterrichte zur Brandschutzerziehung angeboten. Aus der Finanzausstattung der Gemeinde wurden notwendige Geräte angeschafft und zusätzlich eine Wärmebildkamera besorgt. Im laufenden Jahr werden die normalen Übungsabende und Zusatzausbildungen im Atemschutz, der Absturzsicherung, an der Drehleiter und im Sanitätsdienst an jedem Mittwoch des Jahres stattfinden. Verstärkt sollen die Atemschutzträger an Durchgängen in den Übungsstrecken in Goldbach und Stockstadt teilnehmen, erklärte Atemschutzwart Marcus Dölger. Jugendwart Jonas Reis berichtete von den Aktivitäten der Jugendgruppe in den 189 Gruppenstunden. Um das Angebot an interessanten Ausbildungen hochhalten zu können, bat er weiter um die Unterstützung der Erwachsenen. Stefan Xhonneux stellte eine Erweiterung der Sicherheitsangebote vor. Mit einer First-Responder-Gruppe zur Menschenrettung könne die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes erheblich verkürzt werden. Auch wenn Haibach direkt neben dem Klinikum liege, bräuchten die Rettungsdienstfahrzeuge manchmal recht lange, bis sie an einem Einsatzort ankämen, da sie sich nicht immer am Klinikum aufhalten oder in anderen Einsätzen gebunden sind. Die Feuerwehrsanitäter könnten schneller eine effektive Erste Hilfe leisten und im Notfall die lebenswichtigen Vitalfunktionen der Patienten in der Zwischenzeit zu erhalten. Zehn Feuerwehrleute werden auch in diesem Jahr wieder an der Fachausbildung teilnehme. Wenn die Gemeinde dem Vorhaben zustimmt soll die Gruppe zum Ende des Jahres ihren Dienst aufnehmen. Kreisbrandmeister Udo Schäffer rief die Haibacher dazu auf, verstärkt, Atemschutzträger auszubilden, da ihnen eine besondere Verantwortung im Brandeinsatz zukäme. Auch dürfe die Nachwuchs- und Aktivenwerbung nicht vernachlässigt werden, um die Zukunft der Wehr zu sichern.

Zum Bild: Als Vorbilder für die Jugend bezeichnete Kommandant Bauecker die Kameradinnen und Kameraden, die seit vielen Jahren aktiven Feuerwehrdienst leisten. Gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Zenglein wurden geehrt (von links) Hans Heeg für 30 Jahre, Jonas Reis (Aufnahme in die aktive Wehr), Lisa Roth (10 Jahre), Dennis Haida (Aufnahme in die aktive Wehr), Markus Roth (25), Johannes Franz (20), Hubert Aulbach (40) und Kommandant Michael Bauecker. Auf dem Bild fehlen Mario Rückert (20), Ellen Kaiser, Dierck Nöthlich und Sebastian Roth (10)

Gerne können Sie sich hier die Dienstversammlung als PDF Datei herunterladen: