Haibacher Wehr war 95 mal im Einsatz – Seit Jahresbeginn 2020 hauptamtlicher Gerätewart – First Responder werden positiv wahrgenommen.

„Die Stürme und der heiße Sommer haben uns 2019 in Atem gehalten.“, so berichtete Kommandant Michael Bauecker auf der Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gemeinde Haibach. 95 mal mussten die Aktiven aus Haibach und den zwei Ortsteilen ausrücken, wobei der Schwerpunkt mit drei viertel aller Einsätze wie alljährlich auf den technischen Hilfeleistungen lag. Zusätzlich arbeitete man noch 23 First Responder Einsätze ab, bei denen 16 Personen gerettet werden konnten. Insbesondere diese Tätigkeit, die eigentlich nicht zu den „Pflichtaufgaben“ einer Feuerwehr gehört, wird sehr positiv in der Haibacher Bevölkerung wahrgenommen.

Um für Ihre Aufgaben fit zu bleiben, nahmen die Kameradinnen und Kameraden an 33 Ausbildungsterminen teil und besuchten weitere zahlreiche örtliche und überörtliche Zusatzveranstaltungen, etwa für Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und First Responder. Ausbildungshighlight des abgelaufenen Jahres war die Modulare Trupp-Ausbildung (MTA), eine vom der Kreisbrandinspektion organisierte Feuerwehr-Grundausbildung, die mit 27 jungen Feuerwehr-Anwärtern/-innen erstmals in Haibach abgehalten wurde.

Dachverein gegründet

Nachdem bereits im Jahr 2009 die drei Feuerwehren Haibach, Grünmorsbach und Dörrmorsbach sich zu einer gemeinsamen, schlagkräftigen Wehr zusammenschlossen, konnte 2019 ein weiterer Meilenstein gesetzt werden: Die Gründung eines Dachvereins, dem Vorstandsmitglieder aller drei Feuerwehrortsvereine und die Kommandantur angehören und der sich um die Unterstützung der fusionierten Wehr kümmert. Und ein weiteres Novum konnte Kommandant Bauecker stolz verkünden: Seit 1. Januar 2020 verstärkt ein hauptamtlicher Gerätewart die immer vielfältiger werdenden Aufgaben in der Haibacher Wehr.

Der neue landkreiseigene Ölwehr-Anhänger zum „Separieren und Zwischenlagern“ wurde 2019 in Dienst gestellt. Der Arbeitskreis Fahrzeugbeschaffung konnte in zahlreichen Sitzungen die Planungen für einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) und ein Tanklöschfahrzeug TLF 3000 so weit voran treiben, dass man sich nun in der Submissionsphase befindet und Mitte 2021 mit der Auslieferung der Fahrzeuge zu rechnen ist.

Der Leiter der Kinderfeuerwehr Max Weis berichtete vom ungebremst starken Zulauf zur Kinderfeuerwehr „Löschhaie“. Ihr gehören jetzt 14 Jungen und 7 Mädchen an. Jugendwart Jonas Reis freute sich, dass er von den Löschhaien 3 Jugendliche in die Jugendfeuerwehr übernehmen konnte. Das bayerische Landesjugendzeltlager in Hösbach, ein Teamwochenende in Miltenberg und die jährliche Winterrallye sind nur drei Beispiele für die vielen Ausbildungen und Aktivitäten der Nachwuchsabteilung. 26 Atemschutzgeräteträger gibt es derzeit bei der Haibacher Wehr, berichtete deren neuer Leiter Felix Heeg.

Bürgermeister Andreas Zenglein berichtete über die Ausgaben der Gemeinde für ihre Feuerwehr und bezeichnete diese mit Hinblick auf den Ausbildungsstand und das Renommee der Haibacher Floriansjünger in der Bevölkerung als „gut angelegtes Geld“.

Last modified: 25. März 2020