Am Freitagabend, 13. März, rückte die Feuerwehr Haibach zu einer anspruchsvollen Einsatzübung aus. Das angenommene Szenario: ein Kellerbrand in einem Wohngebäude, zwei vermisste Personen, dichter Rauch. 23 Einsatzkräfte mit zwei Löschfahrzeugen, der Drehleiter und dem Führungsfahrzeug stellten sich der Herausforderung.

Komplexe Rettungslage von Beginn an

Zwei Trupps gingen sofort unter Atemschutz vor. Bereits nach wenigen Minuten konnte die erste vermisste Person mit einer Fluchthaube aus dem verrauchten Bereich gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Die zweite Person befand sich in einem stark verwinkelt angelegten Keller – und die Lage erschwerte sich zusätzlich: Ein zunächst unbekanntes zweites Untergeschoss sowie mehrere massiv vergitterte Kellerfenster ließen keinen alternativen Fluchtweg. Strukturiertes und besonnenes Vorgehen war gefragt.

Sicherungstrupp beweist sich im Ernstfall

Mitten in die laufenden Maßnahmen hinein: ein simulierter Atemschutznotfall innerhalb des eingesetzten Trupps. Der bereitstehende Sicherungstrupp reagierte sofort und arbeitete die Situation routiniert und professionell ab. Die Übung bestätigte einmal mehr, warum der Sicherungstrupp fester Bestandteil jedes Atemschutzeinsatzes ist und das Leben derer schützt, die selbst im Gefahrenbereich agieren.

Parallel übernahm ein dritter Trupp unter Pressluftatmern die Brandbekämpfung und die abschließende Durchsuchung des Gebäude. Als angenommene Brandursache diente eine Verpuffung im Bereich der Ölheizung. Nach gut 35 Minuten war die Übung mit Rettung von drei Personen und Brandbekämpfung erfolgreich abgeschlossen.

Gemeinsam stärker: Feuerwehr und Rettungsdienst Seite an Seite

Besonders wertvoll: In das Szenario integriert war der Oberkurs der Auszubildenden zu Notfallsanitätern des BRK Aschaffenburg, begleitet von zwei Rettungswagen und dem Einsatzleiter Rettungsdienst. Eine Lage mit mehreren betroffenen Personen erfordert klare Absprachen und reibungslose Abläufe zwischen den Organisationen – genau das wurde hier unter realistischen Bedingungen geübt und unter Beweis gestellt.

Im Anschluss fand sowohl vor Ort als auch im weiteren Verlauf im Feuerwehrhaus eine gemeinsame Nachbesprechung statt. Einsatzablauf, Kommunikation und Zusammenarbeit wurden offen analysiert – konstruktiv und auf Augenhöhe.

„Das Übungsszenario hat gezeigt, wie wichtig realitätsnahe Ausbildung, klare Kommunikation und das abgestimmte Zusammenspiel mit dem Rettungsdienst sind. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften und Unterstützern für ihr Engagement und die professionelle Durchführung.” Ralf Hofmeister, Übungsleiter und stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Haibach

Ein herzlicher Dank gilt außerdem Thomas Hartig und Sabine Sammer für die Bereitstellung des derzeit kernsanierten Gebäudes sowie Christina Ruppert und allen weiteren Unterstützern im Hintergrund.

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