Die Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Haibach hat in ihrer Dienstversammlung am 18. April 2026 auf das Dienstjahr 2025 zurückgeblickt. Kommandant Michael Bauecker stellte gemeinsam mit seinen Stellvertretern Stefan Xhonneux und Ralf Hofmeister die Zahlen und Entwicklungen des vergangenen Jahres vor.
Einsatzzahlen und Entwicklung der Aufgaben
Im Jahr 2025 wurde die Feuerwehr zu insgesamt 125 Einsätzen alarmiert. Darunter waren 32 First Responder Einsätze sowie 69 technische Hilfeleistungen. Die Statistik zeigt eine klare Verschiebung der Aufgaben hin zu technischer Hilfe und medizinischer Erstversorgung. Diese Bereiche machten 81 Prozent aller Einsätze aus.
Insgesamt wurden 1.424 Einsatzkräfte mobilisiert. Die geleistete Einsatzzeit summierte sich auf 150 Stunden. Das entspricht einer Gesamtdauer von 6,25 Tagen und im Durchschnitt rund 22 Einsätzen pro aktiver Einsatzkraft im Jahr.
Eine besondere Belastung stellte ein Unwetterereignis am 1. August 2025 dar. Innerhalb von 20 Minuten mussten etwa 12 Prozent aller Jahreseinsätze abgearbeitet werden. Die Feuerwehr bewältigte diese Lage unter hoher Belastung koordiniert und einsatzbereit.
First Responder leisten wichtigen Beitrag
Die First Responder Einheit umfasst 33 Feuerwehrdienstleistende, darunter eine Notfallsanitäterin und vier Rettungssanitäter. Im Jahr 2025 wurden 27 Menschen durch die Einheit gerettet. In 78 Prozent der Einsätze trafen die Kräfte vor dem regulären Rettungsdienst ein.
Die Einheit wurde zu sechs Reanimationen alarmiert und konnte durch ihr frühes Eintreffen das therapiefreie Intervall deutlich verkürzen. Hervorzuheben ist die seit 2025 bestehende Kooperation mit der Wasserwacht Haibach. Diese unterstützt sowohl im Krisen- und Katastrophenfall als auch im regulären Einsatzgeschehen der First Responder durch weitere ehrenamtliche Kräfte und neue fachliche Aspekte im Rahmen der Aus- und Weiterbildung.
Ausbildung auf hohem Niveau
Die Feuerwehrdienstleistenden investierten insgesamt 1.082 Stunden in Ausbildung, verteilt auf 58 Termine. Ziel ist die kontinuierliche Qualifizierung und die Sicherstellung eines hohen Sicherheitsniveaus, welches mit einem Verhältnis von 7:1 in Bezug auf das Einsatzgeschehen gewährleistet ist.
An externen Lehrgängen nahmen unter anderem zehn Personen an MTA-Zusatzmodulen und ein Feuerwehrdienstleistender an der MTA-Abschlussprüfung teil. Die Kameraden Milan Roth, Leon Wombacher, Simon Maier und Ben Seltsam wurden zu Feuerwehrsanitätern sowie Marlon Dorn, Niklas Haida, Till Hofmann, Joe Roth, Luis Seltsam und Fabian Stürmer zu Maschinisten ausgebildet. Zudem konnten mit Bastian Roth und Nils Schneider zwei neue Atemschutzgeräteträger gewonnen werden.
Stabile Nachwuchsarbeit
Die Kinderfeuerwehr unter der Leitung von Lars Schneider zählt 25 Mitglieder, davon sechs Mädchen und 19 Jungen. Sie wird von 13 Betreuungspersonen begleitet.
Im Jahr 2025 kam es in der Jugendfeuerwehr zu einem personellen Wechsel. Nach den Sommerferien übergaben Jugendwart Niklas Haida sowie die beiden Stellvertreter Marlon Dorn und Joe Roth ihre Ämter an Luis Seltsam und Till Hofmann. Die Jugendfeuerwehr unter neuer Leitung umfasst insgesamt 27 Jugendliche, darunter sieben Mädchen und 20 Jungen. Gegenüber dem Vorjahr konnte ein Zuwachs verzeichnet werden.
Mit insgesamt 52 Kindern und Jugendlichen kann die Gemeinde die Nachwuchsförderung und Jugendarbeit der Feuerwehr als stabil und erfolgreich bewerten. Dies ist das Ergebnis einer seit zehn Jahren kontinuierlich aufgebauten Förderung, die zunehmend Wirkung zeigt. Der besondere Dank gilt den in diesem Bereich engagierten Feuerwehrdienstleistenden sowie den ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern aus den drei Feuerwehrvereinen, die dieses Engagement zusätzlich zu ihrem regulären Feuerwehrdienst leisten.
Zu den Aktivitäten des Nachwuchses gehörten unter anderem ein Kreiskinderfeuerwehrtag, Besuche bei der Flughafenfeuerwehr Frankfurt, eine Winterrallye, ein Zeltlager sowie regelmäßige Gruppenstunden.
Fahrzeugkonzept und Investitionen
Der Arbeitskreis Fahrzeugbeschaffung stellte den aktuellen Stand der Planungen vor. Für das Jahr 2026 ist die Indienststellung eines modularen Versorgungsfahrzeugs vorgesehen. Zudem ist die Beschaffung eines HLF für 2026 sowie eines Mehrzweckfahrzeugs für 2027 geplant.
Das zugrunde liegende Fahrzeugkonzept wird seit zehn Jahren fortgeführt und soll sicherstellen, dass die Einsatzmittel auf aktuellem technischem Stand bleiben. Dies erfolgt auch vor dem Hintergrund bestehender Lieferengpässe.

Ehrungen und Beförderungen
Im Rahmen der Dienstversammlung wurden zahlreiche Feuerwehrdienstleistende für langjährige aktive Dienstzeit geehrt. Für zehn Jahre aktiven Dienst wurden Jonas Hofmeister, Lars Schneider und Luis Seltsam ausgezeichnet. Für zwanzig Jahre aktiven Dienst wurden Ellen Kaiser und Lisa Schüßler geehrt. Christian Rosenberger erhielt eine Auszeichnung für fünfundzwanzig Jahre aktiven Dienst. Für vierzig Jahre aktiven Dienst wurde Hansi Heeg geehrt.
Zudem wurden Anna Diener zur Feuerwehrfrau sowie Luca Gennes, Georg Roth, Tim Sauer und Leon Wombacher zu Feuerwehrmännern ernannt. Stefan Xhonneux wurde zum Oberlöschmeister befördert. Christopher Martin erhielt den Dienstgrad Löschmeister. Nils Schneider wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert.
Weitere Ernennungen betrafen mehrere Feuerwehranwärterinnen und Feuerwehranwärter sowie Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aus der Jugendfeuerwehr.
Vorbereitung auf Jubiläum
Im Jahr 2027 wird die Feuerwehr Gemeinde Haibach ihr 150-jähriges Bestehen feiern. Bereits im Jahr 2025 fanden mehrere Planungssitzungen zur Vorbereitung der Feierlichkeiten statt.
Dank und Ausblick
Die Kommandanten dankten allen Einsatzkräften, Ausbildern, der Gemeindeverwaltung, der Kreisbrandinspektion sowie der Bevölkerung für die Unterstützung. Kommandant Michael Bauecker betonte die kontinuierliche Leistungsbereitschaft der Feuerwehr im Dienst für die Sicherheit der Gemeinde.
Schlagwörter: Achtsamkeit, Ehrenamt, Gefahrenabwehr, mitmachen Last modified: 19.04.2026
