Aktive Wehr

Zimmerbrand im Sponackerweg – Person rechtzeitig gerettet

Am heutigen 1. April wurde die Feuerwehr Gemeinde Haibach um kurz nach 15:00 Uhr mit dem Einsatzstichwort B3 – Person im Gebäude, Zimmerbrand (Person in Gefahr) alarmiert. Anders als es das Datum vermuten lassen könnte, handelte es sich hierbei ausdrücklich um keinen Aprilscherz, sondern um einen realen Einsatz mit ernstem Hintergrund.

Bereits drei Minuten nach Alarmierung rückten die ersten Kräfte der Feuerwehr Haibach in den Sponackerweg aus. Aufgrund der gemeldeten Lage wurden auch Kreisbrandmeister Max Asmar sowie die Feuerwehr Bessenbach mit alarmiert. Letztere konnten nach kurzer Zeit wieder abrücken, da sich die Lage glücklicherweise schneller als zunächst angenommen entspannte. Insgesamt befanden sich an diesem Mittwochnachmittag 24 Einsatzkräfte der Feuerwehr Gemeinde Haibach im Einsatz.

Noch während der Anfahrt informierte die Integrierte Leitstelle darüber, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befinden. Die betroffene Bewohnerin war durch aufmerksame Nachbarn rechtzeitig aus der Wohnung gerettet worden.

Vor Ort zeigte sich eine stark verrauchte Wohnung. In der Küche befand sich als Übeltäter das Essen auf dem Herd. Der Angriffstrupp löschte das Brandgut unter Atemschutz ab und leitete anschließend umfangreiche Lüftungsmaßnahmen ein. Die betroffenen Bereiche wurden mehrfach mit der Wärmebildkamera kontrolliert, um mögliche Glutnester auszuschließen. Die Wohnung ist bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar und wurde an eine betreuende Person übergeben.

Die Bewohnerin selbst wurde vom Rettungsdienst versorgt und mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. Der Einsatz verlief dank der sehr guten Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzkräfte und Organisationen reibungslos. Neben der Feuerwehr Haibach waren Kräfte des Rettungsdienstes – Johanniter, Malteser und BRK – sowie die Polizei im Einsatz. Besonders hervorzuheben ist auch das schnelle und besonnene Eingreifen der Nachbarschaft, durch das die Bewohnerin frühzeitig in Sicherheit gebracht werden konnte.

Bilder: KBM Asmar

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Aktive Wehr

Bitte freihalten: Hydranten retten im Ernstfall Leben

Immer wieder kommt es vor, dass Unterflurhydranten zugeparkt oder zugestellt sind – oft aus Unwissenheit, manchmal aus Platznot. Doch gerade diese unscheinbaren, ovalen Deckel im Straßenbelag sind im Ernstfall lebenswichtig: Sie sichern die Wasserversorgung der Feuerwehr.

Warum der freie Zugang so wichtig ist

In den Löschfahrzeugen der Feuerwehr befindet sich zwar eine begrenzte Menge Wasser – ausreichend für die ersten Minuten eines Löschangriffs. Um jedoch einen Brand dauerhaft und wirkungsvoll bekämpfen zu können, muss schnellstmöglich eine stabile Wasserversorgung aus dem öffentlichen Leitungsnetz hergestellt werden.

Hierfür werden sogenannte Standrohre an die Unterflurhydranten angeschlossen. Sind diese jedoch zugeparkt oder verdeckt, verlieren die Einsatzkräfte wertvolle Zeit – Zeit, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann.

Appell an die Bevölkerung

In den vergangenen Wochen wurde vermehrt festgestellt, dass unterirdische Hydranten durch parkende Fahrzeuge oder witterungsbedingt durch Schnee und Eis blockiert waren. Die Feuerwehr Haibach bittet daher alle Anwohnerinnen und Anwohner:

Bitte sorgen Sie im eigenen Interesse dafür, dass Unterflurhydranten vor Ihrem Grundstück frei zugänglich bleiben und nicht von Fahrzeugen, Schnee oder Eis verdeckt werden.

So erleichtern Sie den Einsatzkräften die Arbeit im Notfall erheblich. Die Suche nach einem verdeckten Hydranten kann kostbare Minuten in Anspruch nehmen – Zeit, die im schlimmsten Fall beim Schutz Ihres Eigentums oder bei der Rettung von Menschenleben fehlt.

Woran erkennt man einen Hydranten?

Ein Unterflurhydrant liegt unter der Straße oder dem Gehweg und ist durch einen ovalen Gusseisendeckel mit der Aufschrift „HYDRANT“ gekennzeichnet. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein weiß-rotes Hinweisschild, das den genauen Standort des Hydranten angibt. Die Zahlen auf dem Schild zeigen an, in welcher Entfernung und Richtung sich der Hydrant befindet.

Richtiges Verhalten im Alltag

  • Parken Sie niemals auf oder unmittelbar über einem Hydrantendeckel.
  • Halten Sie den Bereich um das Hinweisschild frei, damit die Feuerwehr ihn im Notfall sofort erkennen kann.
  • Melden Sie verschüttete oder beschädigte Hydranten bitte an die Gemeinde oder direkt an die Feuerwehr.
  • Beachten Sie § 12 Abs. 3 Nr. 4 StVO.

Feuerwehr sensibilisiert in den kommenden Wochen

Da verdeckte und zugeparkte Hydranten ein zunehmendes Problem darstellen, wird die Feuerwehr Haibach in den kommenden Wochen verstärkt auf dieses Thema aufmerksam machen. Ziel ist es, gemeinsam mit der Bevölkerung die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr sicherzustellen – denn im Ernstfall zählt jede Sekunde.

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