Aktive Wehr, Allgemein, Jugendfeuerwehr

Girls Day bei der Feuerwehr Haibach

Im Rahmen des bundesweiten Girls Day beteiligte sich auch die Feuerwehr Haibach an dem Aktionstag zur beruflichen Orientierung. Ziel des Girls Day ist es, Mädchen Einblicke in Berufsfelder zu ermöglichen, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind, insbesondere in technischen und handwerklichen Bereichen.

Mit Laurina begrüßten wir eine engagierte Teilnehmerin, die bereits Mitglied der Jugendfeuerwehr ist. Während ihres Besuchs erhielt sie praxisnahe Einblicke in die vielfältigen Aufgabenbereiche der Feuerwehr. Unter Anleitung unseres hauptamtlichen Gerätewarts stand vor allem das aktive Mitmachen im Mittelpunkt. Dazu gehörten unter anderem das Ausrollen von Schläuchen, das Kennenlernen eines Unterflurhydranten, das Ausprobieren technischer Ausstattung an den Einsatzfahrzeugen sowie unterstützende Tätigkeiten bei der Fahrzeugpflege.

Die Aufgaben im Feuerwehrdienst sind vielseitig und erfordern Verantwortungsbewusstsein, technisches Verständnis und Teamarbeit. Der Girls Day bietet eine wertvolle Gelegenheit, diese Anforderungen und Möglichkeiten unmittelbar zu erleben und praktische Erfahrungen zu sammeln.

Unser Dank gilt allen Beteiligten, die diesen Tag ermöglicht haben. Insbesondere bedanken wir uns bei unseren ehrenamtlichen Einsatzkräften, die sich Zeit genommen haben, Einblicke in ihre Arbeit zu geben und ihr Fachwissen weiterzugeben.

Die Feuerwehr Haibach lebt vom Ehrenamt und vom Engagement junger Menschen. Wer Interesse an Technik, Teamarbeit und einer sinnvollen Aufgabe in der Gemeinschaft hat, ist bei unserer Jugendfeuerwehr herzlich willkommen. Die Jugendfeuerwehr trifft sich jeden Montag um 18:30 Uhr im Feuerwehrhaus Haibach.

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Aktive Wehr

125 Einsätze und starker Fokus auf Hilfeleistung: Feuerwehr Haibach zieht Jahresbilanz

Die Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Haibach hat in ihrer Dienstversammlung am 18. April 2026 auf das Dienstjahr 2025 zurückgeblickt. Kommandant Michael Bauecker stellte gemeinsam mit seinen Stellvertretern Stefan Xhonneux und Ralf Hofmeister die Zahlen und Entwicklungen des vergangenen Jahres vor.

Einsatzzahlen und Entwicklung der Aufgaben

Im Jahr 2025 wurde die Feuerwehr zu insgesamt 125 Einsätzen alarmiert. Darunter waren 32 First Responder Einsätze sowie 69 technische Hilfeleistungen. Die Statistik zeigt eine klare Verschiebung der Aufgaben hin zu technischer Hilfe und medizinischer Erstversorgung. Diese Bereiche machten 81 Prozent aller Einsätze aus.

Insgesamt wurden 1.424 Einsatzkräfte mobilisiert. Die geleistete Einsatzzeit summierte sich auf 150 Stunden. Das entspricht einer Gesamtdauer von 6,25 Tagen und im Durchschnitt rund 22 Einsätzen pro aktiver Einsatzkraft im Jahr.

Eine besondere Belastung stellte ein Unwetterereignis am 1. August 2025 dar. Innerhalb von 20 Minuten mussten etwa 12 Prozent aller Jahreseinsätze abgearbeitet werden. Die Feuerwehr bewältigte diese Lage unter hoher Belastung koordiniert und einsatzbereit.

First Responder leisten wichtigen Beitrag

Die First Responder Einheit umfasst 33 Feuerwehrdienstleistende, darunter eine Notfallsanitäterin und vier Rettungssanitäter. Im Jahr 2025 wurden 27 Menschen durch die Einheit gerettet. In 78 Prozent der Einsätze trafen die Kräfte vor dem regulären Rettungsdienst ein.

Die Einheit wurde zu sechs Reanimationen alarmiert und konnte durch ihr frühes Eintreffen das therapiefreie Intervall deutlich verkürzen. Hervorzuheben ist die seit 2025 bestehende Kooperation mit der Wasserwacht Haibach. Diese unterstützt sowohl im Krisen- und Katastrophenfall als auch im regulären Einsatzgeschehen der First Responder durch weitere ehrenamtliche Kräfte und neue fachliche Aspekte im Rahmen der Aus- und Weiterbildung.

Ausbildung auf hohem Niveau

Die Feuerwehrdienstleistenden investierten insgesamt 1.082 Stunden in Ausbildung, verteilt auf 58 Termine. Ziel ist die kontinuierliche Qualifizierung und die Sicherstellung eines hohen Sicherheitsniveaus, welches mit einem Verhältnis von 7:1 in Bezug auf das Einsatzgeschehen gewährleistet ist.

An externen Lehrgängen nahmen unter anderem zehn Personen an MTA-Zusatzmodulen und ein Feuerwehrdienstleistender an der MTA-Abschlussprüfung teil. Die Kameraden Milan Roth, Leon Wombacher, Simon Maier und Ben Seltsam wurden zu Feuerwehrsanitätern sowie Marlon Dorn, Niklas Haida, Till Hofmann, Joe Roth, Luis Seltsam und Fabian Stürmer zu Maschinisten ausgebildet. Zudem konnten mit Bastian Roth und Nils Schneider zwei neue Atemschutzgeräteträger gewonnen werden.

Stabile Nachwuchsarbeit

Die Kinderfeuerwehr unter der Leitung von Lars Schneider zählt 25 Mitglieder, davon sechs Mädchen und 19 Jungen. Sie wird von 13 Betreuungspersonen begleitet.

Im Jahr 2025 kam es in der Jugendfeuerwehr zu einem personellen Wechsel. Nach den Sommerferien übergaben Jugendwart Niklas Haida sowie die beiden Stellvertreter Marlon Dorn und Joe Roth ihre Ämter an Luis Seltsam und Till Hofmann. Die Jugendfeuerwehr unter neuer Leitung umfasst insgesamt 27 Jugendliche, darunter sieben Mädchen und 20 Jungen. Gegenüber dem Vorjahr konnte ein Zuwachs verzeichnet werden.

Mit insgesamt 52 Kindern und Jugendlichen kann die Gemeinde die Nachwuchsförderung und Jugendarbeit der Feuerwehr als stabil und erfolgreich bewerten. Dies ist das Ergebnis einer seit zehn Jahren kontinuierlich aufgebauten Förderung, die zunehmend Wirkung zeigt. Der besondere Dank gilt den in diesem Bereich engagierten Feuerwehrdienstleistenden sowie den ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern aus den drei Feuerwehrvereinen, die dieses Engagement zusätzlich zu ihrem regulären Feuerwehrdienst leisten.

Zu den Aktivitäten des Nachwuchses gehörten unter anderem ein Kreiskinderfeuerwehrtag, Besuche bei der Flughafenfeuerwehr Frankfurt, eine Winterrallye, ein Zeltlager sowie regelmäßige Gruppenstunden.

Fahrzeugkonzept und Investitionen

Der Arbeitskreis Fahrzeugbeschaffung stellte den aktuellen Stand der Planungen vor. Für das Jahr 2026 ist die Indienststellung eines modularen Versorgungsfahrzeugs vorgesehen. Zudem ist die Beschaffung eines HLF für 2026 sowie eines Mehrzweckfahrzeugs für 2027 geplant.

Das zugrunde liegende Fahrzeugkonzept wird seit zehn Jahren fortgeführt und soll sicherstellen, dass die Einsatzmittel auf aktuellem technischem Stand bleiben. Dies erfolgt auch vor dem Hintergrund bestehender Lieferengpässe.

Ehrungen und Beförderungen

Im Rahmen der Dienstversammlung wurden zahlreiche Feuerwehrdienstleistende für langjährige aktive Dienstzeit geehrt. Für zehn Jahre aktiven Dienst wurden Jonas Hofmeister, Lars Schneider und Luis Seltsam ausgezeichnet. Für zwanzig Jahre aktiven Dienst wurden Ellen Kaiser und Lisa Schüßler geehrt. Christian Rosenberger erhielt eine Auszeichnung für fünfundzwanzig Jahre aktiven Dienst. Für vierzig Jahre aktiven Dienst wurde Hansi Heeg geehrt.

Zudem wurden Anna Diener zur Feuerwehrfrau sowie Luca Gennes, Georg Roth, Tim Sauer und Leon Wombacher zu Feuerwehrmännern ernannt. Stefan Xhonneux wurde zum Oberlöschmeister befördert. Christopher Martin erhielt den Dienstgrad Löschmeister. Nils Schneider wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert.

Weitere Ernennungen betrafen mehrere Feuerwehranwärterinnen und Feuerwehranwärter sowie Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aus der Jugendfeuerwehr.

Vorbereitung auf Jubiläum

Im Jahr 2027 wird die Feuerwehr Gemeinde Haibach ihr 150-jähriges Bestehen feiern. Bereits im Jahr 2025 fanden mehrere Planungssitzungen zur Vorbereitung der Feierlichkeiten statt.

Dank und Ausblick

Die Kommandanten dankten allen Einsatzkräften, Ausbildern, der Gemeindeverwaltung, der Kreisbrandinspektion sowie der Bevölkerung für die Unterstützung. Kommandant Michael Bauecker betonte die kontinuierliche Leistungsbereitschaft der Feuerwehr im Dienst für die Sicherheit der Gemeinde.

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Aktive Wehr

Zimmerbrand im Sponackerweg – Person rechtzeitig gerettet

Am heutigen 1. April wurde die Feuerwehr Gemeinde Haibach um kurz nach 15:00 Uhr mit dem Einsatzstichwort B3 – Person im Gebäude, Zimmerbrand (Person in Gefahr) alarmiert. Anders als es das Datum vermuten lassen könnte, handelte es sich hierbei ausdrücklich um keinen Aprilscherz, sondern um einen realen Einsatz mit ernstem Hintergrund.

Bereits drei Minuten nach Alarmierung rückten die ersten Kräfte der Feuerwehr Haibach in den Sponackerweg aus. Aufgrund der gemeldeten Lage wurden auch Kreisbrandmeister Max Asmar sowie die Feuerwehr Bessenbach mit alarmiert. Letztere konnten nach kurzer Zeit wieder abrücken, da sich die Lage glücklicherweise schneller als zunächst angenommen entspannte. Insgesamt befanden sich an diesem Mittwochnachmittag 24 Einsatzkräfte der Feuerwehr Gemeinde Haibach im Einsatz.

Noch während der Anfahrt informierte die Integrierte Leitstelle darüber, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befinden. Die betroffene Bewohnerin war durch aufmerksame Nachbarn rechtzeitig aus der Wohnung gerettet worden.

Vor Ort zeigte sich eine stark verrauchte Wohnung. In der Küche befand sich als Übeltäter das Essen auf dem Herd. Der Angriffstrupp löschte das Brandgut unter Atemschutz ab und leitete anschließend umfangreiche Lüftungsmaßnahmen ein. Die betroffenen Bereiche wurden mehrfach mit der Wärmebildkamera kontrolliert, um mögliche Glutnester auszuschließen. Die Wohnung ist bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar und wurde an eine betreuende Person übergeben.

Die Bewohnerin selbst wurde vom Rettungsdienst versorgt und mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. Der Einsatz verlief dank der sehr guten Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzkräfte und Organisationen reibungslos. Neben der Feuerwehr Haibach waren Kräfte des Rettungsdienstes – Johanniter, Malteser und BRK – sowie die Polizei im Einsatz. Besonders hervorzuheben ist auch das schnelle und besonnene Eingreifen der Nachbarschaft, durch das die Bewohnerin frühzeitig in Sicherheit gebracht werden konnte.

Bilder: KBM Asmar

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Aktive Wehr

Bitte freihalten: Hydranten retten im Ernstfall Leben

Immer wieder kommt es vor, dass Unterflurhydranten zugeparkt oder zugestellt sind – oft aus Unwissenheit, manchmal aus Platznot. Doch gerade diese unscheinbaren, ovalen Deckel im Straßenbelag sind im Ernstfall lebenswichtig: Sie sichern die Wasserversorgung der Feuerwehr.

Warum der freie Zugang so wichtig ist

In den Löschfahrzeugen der Feuerwehr befindet sich zwar eine begrenzte Menge Wasser – ausreichend für die ersten Minuten eines Löschangriffs. Um jedoch einen Brand dauerhaft und wirkungsvoll bekämpfen zu können, muss schnellstmöglich eine stabile Wasserversorgung aus dem öffentlichen Leitungsnetz hergestellt werden.

Hierfür werden sogenannte Standrohre an die Unterflurhydranten angeschlossen. Sind diese jedoch zugeparkt oder verdeckt, verlieren die Einsatzkräfte wertvolle Zeit – Zeit, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann.

Appell an die Bevölkerung

In den vergangenen Wochen wurde vermehrt festgestellt, dass unterirdische Hydranten durch parkende Fahrzeuge oder witterungsbedingt durch Schnee und Eis blockiert waren. Die Feuerwehr Haibach bittet daher alle Anwohnerinnen und Anwohner:

Bitte sorgen Sie im eigenen Interesse dafür, dass Unterflurhydranten vor Ihrem Grundstück frei zugänglich bleiben und nicht von Fahrzeugen, Schnee oder Eis verdeckt werden.

So erleichtern Sie den Einsatzkräften die Arbeit im Notfall erheblich. Die Suche nach einem verdeckten Hydranten kann kostbare Minuten in Anspruch nehmen – Zeit, die im schlimmsten Fall beim Schutz Ihres Eigentums oder bei der Rettung von Menschenleben fehlt.

Woran erkennt man einen Hydranten?

Ein Unterflurhydrant liegt unter der Straße oder dem Gehweg und ist durch einen ovalen Gusseisendeckel mit der Aufschrift „HYDRANT“ gekennzeichnet. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein weiß-rotes Hinweisschild, das den genauen Standort des Hydranten angibt. Die Zahlen auf dem Schild zeigen an, in welcher Entfernung und Richtung sich der Hydrant befindet.

Richtiges Verhalten im Alltag

  • Parken Sie niemals auf oder unmittelbar über einem Hydrantendeckel.
  • Halten Sie den Bereich um das Hinweisschild frei, damit die Feuerwehr ihn im Notfall sofort erkennen kann.
  • Melden Sie verschüttete oder beschädigte Hydranten bitte an die Gemeinde oder direkt an die Feuerwehr.
  • Beachten Sie § 12 Abs. 3 Nr. 4 StVO.

Feuerwehr sensibilisiert in den kommenden Wochen

Da verdeckte und zugeparkte Hydranten ein zunehmendes Problem darstellen, wird die Feuerwehr Haibach in den kommenden Wochen verstärkt auf dieses Thema aufmerksam machen. Ziel ist es, gemeinsam mit der Bevölkerung die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr sicherzustellen – denn im Ernstfall zählt jede Sekunde.

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