Eine großangelegte Vermisstensuche beschäftigte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zahlreiche Einsatzkräfte in Haibach und Umgebung. Gegen 22:20 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Haibach zur Unterstützung der Polizei zur Suche nach einem vermissten 18-jährigen jungen Mann alarmiert und richtete die Gemeindliche Führungsstelle (GFS) im Feuerwehrhaus ein. Insgesamt waren rund 94 Kräfte von Polizei, Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst und Rettungshundestaffeln sowie der Bürgermeister der Gemeinde Haibach, Hermann Mantel beteiligt. Neben den Feuerwehren aus Haibach und Winzenhohl unterstützten unter anderem die Feuerwehr Karlstein und die Bergwacht Hösbach mit Drohnen sowie mehrere Rettungshundeteams die Suche.

Vorbereitetes Einsatzkonzept bewährt sich

Eine entscheidende Grundlage für den schnellen Suchbeginn war das bereits im Vorfeld von der Feuerwehr Haibach entwickelte Einsatzkonzept für Personensuchen. Darin ist das Gemeindegebiet in fest definierte Suchbezirke unterteilt, denen konkrete Straßen, Wege und Geländebereiche zugeordnet sind. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung konnten erste Suchaufträge vergeben werden. Durch die klare Gebietsaufteilung ließen sich unnötige Überschneidungen vermeiden und die verfügbaren Einsatzkräfte gezielt einsetzen. Besonders wichtig war dabei die fortlaufende Dokumentation der abgesuchten Bereiche, um jederzeit nachvollziehen zu können, welche Gebiete bereits kontrolliert wurden und wo weitere Suchmaßnahmen erforderlich waren.

Führungsunterstützung und Versorgung leisten wichtige Arbeit

Eine zentrale Rolle übernahm die Führungsunterstützungsgruppe der FF Haibach. In der GFS wurden die Suchmaßnahmen in enger Abstimmung mit der Polizei koordiniert, Einsatzaufträge vergeben und Rückmeldungen der Suchtrupps dokumentiert. Die strukturierte Arbeitsweise sorgte auch bei zahlreichen gleichzeitig eingesetzten Einheiten für einen guten Überblick über die Lage. Ebenso zuverlässig arbeitete die Versorgungseinheit der Feuerwehr Haibach. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer kümmerten sich während des nächtlichen Einsatzes um die Verpflegung der Mannschaften und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Einsatzablauf. Während Feuerwehrkräfte Straßen, Wege und Waldgebiete absuchten, kontrollierten Rettungshundeteams schwer zugängliche und bewaldete Bereiche. Die Drohnen der Feuerwehr Karlstein und der Bergwacht ergänzten die Suche aus der Luft.

Vermisster kehrt selbstständig zurück

Nachdem die umfangreichen Suchmaßnahmen zunächst ohne Erfolg geblieben waren, wurde der Feuerwehreinsatz gegen 4 Uhr beendet. Am Donnerstagmorgen folgte die erfreuliche Nachricht, dass der vermisste junge Mann gegen 5 Uhr selbstständig zurückgekehrt war. Der Einsatz verdeutlichte, wie wichtig eine gute Vorbereitung, klare Führungsstrukturen und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Hilfsorganisationen sind. Das vorbereitete Suchkonzept hat sich dabei ebenso bewährt wie die Arbeit der Führungsunterstützung und der Versorgungseinheit.

Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehren, Bergwacht, Rettungsdienst und Rettungshundestaffeln sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die bis tief in die Nacht im Einsatz waren.

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