Aktive Wehr

Medizinische Fortbildung Atemwegsmanagement

Im Feuerwehrhaus Haibach fand am 29.03.2025 eine medizinische Fortbildung für die First Responder statt. Im Zentrum der Ausbildung stand das Atemwegsmanagement mit dem Larynx-Tubus, einer supraglottischen Atemwegshilfe. Geleitet wurde die Schulung von Thomas Semmel, Notfallsanitäter und Clinical Education Manager bei VBM Medizintechnik. Die Teilnehmer erhielten eine umfassende theoretische Einführung in die Anatomie der oberen Atemwege, in die Eigenschaften des Larynxtubus sowie in die Anwendungsmöglichkeiten im präklinischen Notfalleinsatz. Besonderes Augenmerk galt den Vor- und Nachteilen des Medizingerätes, dem korrekten Umgang mit dem Cuffdruck und dem Einsatz unter Reanimationsbedingungen. Neben den technischen Aspekten wurden auch potenzielle Fehlerquellen und häufige Anwendungsprobleme thematisiert und besprochen.

Im anschließenden Praxisteil konnten die Feuerwehrsanitäter das theoretische Wissen an Trainingsphantomen umsetzen. Dabei wurden die Einlage des Larynx-Tubus, die korrekte Beatmung mit Beatmungsbeutel sowie das Einführen einer Magensonde und die Cuffdruckkontrolle geübt. Verschiedene Szenarien mit Reanimationsphantomen ermöglichten eine realitätsnahe Anwendung. Die Fortbildung wurde von den Teilnehmern engagiert und mit hoher Konzentration absolviert. Sie trug wesentlich dazu bei, die Handlungssicherheit im Umgang mit alternativen Atemwegshilfen zu stärken. Mit dieser Schulung zum Airway-Management setzt die Feuerwehr Haibach ihre kontinuierliche medizinische Weiterbildung fort und stellt die Einsatzbereitschaft ihrer First Responder sicher.

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Aktive Wehr

Auf der Suche nach dem Feuer

Am 9. März 2025 wurde die Feuerwehr Gde. Haibach gegen 22.00 Uhr zu einem vermuteten Flächenbrand in der Nähe der Straße „Sälleseite“ gerufen. Anwohner hatten starke Rauchentwicklung und einen beißenden Geruch gemeldet. Beides wurde bei Eintreffen an der Einsatzstelle auch vorgefunden. Was indes nicht lokalisiert werden konnte, war die Ursache dafür, da nirgendwo Feuerschein in der Nähe zu sehen war. In der Folge schwärmten die Einsatzkräfte teils zu Fuß, teils mit den Fahrzeugen aus, um die Quelle der Rauschschwaden zu finden und in der stockfinsteren Nacht auf den umliegenden Feldern und Wiesen nach einem Brand/Lagerfeuer oder ähnlichem zu suchen.

Nach längerer Suche, die das Gebiet zwischen Schützenhaus und Winzenhohler Straße umfasste, konnte unweit der Sälleseite ein Schwelbrand auf einem Wiesengrundstück festgestellt werden. Ein Haufen trockenes Gras und andere Grünabfälle waren aus unbekannter Ursache in Brand geraten. Mit dem Schnellangriff des TLF, das für Wald und Vegetationsbrände speziell ausgelegt und entsprechend geländegängig ist, konnte das Feuer schnell gelöscht werden.

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Aktive Wehr, Jugendfeuerwehr

Technik, Taktik, Teamwork – Feuerwehr Haibach trainiert generationenübergreifend

Am Samstag 8.3.2025 stand bei der Feuerwehr Haibach der Löschangriff nach Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 (FwDV 3) im Mittelpunkt. Die Übung war „generationenübergreifend“ gestaltet: Neben den aktiven Feuerwehrkräften nahm auch die Jugendfeuerwehr teil. Diese Zusammenarbeit stärkt nicht nur die Einsatzfähigkeit, sondern fördert den Teamgeist zwischen erfahrenen Kameradinnen und Kameraden und dem Nachwuchs – und manchmal können selbst die „alten Hasen“ noch etwas von der Jugend lernen.

Die Ausbildung gliederte sich in drei aufeinander abgestimmte Phasen. Zunächst standen die theoretischen Grundlagen des Löschangriffs im Mittelpunkt. Dabei wurden die taktischen Einheiten – von der Staffel bis zum Zug – sowie deren Aufgaben, Einsatzgrundsätze und die sichere Handhabung der Ausrüstung vermittelt. Anschließend folgte ein interaktives Planspiel, bei dem zwei realistische Brandszenarien, basierend auf vergangenen Einsätzen im Ortsgebiet, in Kleingruppen durchgespielt und analysiert wurden.

Während die jungen Feuerwehrleute von der Erfahrung der langjährigen Einsatzkräfte profitierten, brachten sie umgekehrt frische Perspektiven und neue Ideen ein. Den Abschluss bildete die praktische Anwendung am Fahrzeug, bei der der Fokus auf dem Aufbau der Wasserversorgung, dem Setzen von Verteilern und dem Umgang mit Strahlrohren lag. Hier trainierte die Jugendfeuerwehr unter Anleitung erfahrener Kameraden, während die aktiven Feuerwehrleute ihr Wissen weitergaben und Abläufe optimierten.

Warum regelmäßiges Training unerlässlich ist

Obwohl viele Einsätze der Feuerwehr Haibach in den Bereich technische Hilfeleistung (z. B. Verkehrsunfälle, Unwetterschäden, Türöffnungen) fallen, bleibt der Löschangriff eine essenzielle Kernkompetenz. Die FwDV 3 erfordert nicht nur den sicheren Umgang mit Gerätschaften, sondern auch taktisches Denken und präzise Kommunikation. Gerade weil Brandeinsätze nicht zur täglichen Routine gehören, müssen diese Abläufe kontinuierlich geübt werden, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

Neben der Effizienz der Brandbekämpfung stand auch die Sicherheit der Einsatzkräfte im Fokus. Nur durch regelmäßige Schulungen und praktische Übungen kann sichergestellt werden, dass alle Feuerwehrleute im Einsatz bestmöglich geschützt sind und sie sich auch unter Stress auf ihr Wissen und ihre Kameraden verlassen können. Ein weiterer erfolgreicher Ausbildungsnachmittag – und ein Beweis dafür, dass Feuerwehr mehr als ein Ehrenamt ist: Sie ist gelebte Gemeinschaft und professionelles Handwerk zugleich!

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Allgemein

Probealarm zur Warnung der Bevölkerung

Sirenenwarnung am 13. März 2025 um 11:00 Uhr

Zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit und zur Information der Bevölkerung wird am Donnerstag, den 13. März 2025 um 11:00 Uhr eine Probealarmierung durchgeführt. Hierfür werden die Sirenen mit dem Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ – einem einminütigen Heulton – ausgelöst. Beim Ertönen des Heultons ist das Radio einzuschalten und auf Durchsagen zu achten.

Der Probealarm wird bundesweit einheitlich durchgeführt. Ausgelöst werden die Feuerwehrsirenen zur Warnung der Bevölkerung vor Katastrophen und Schadensereignissen von erheblichem Ausmaß, um zeitnah auf Warnhinweise im Rundfunk aufmerksam zu machen. Zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit werden die Sirenen zweimal jährlich probeweise in Betrieb genommen.

Zusätzlich wird über das Bevölkerungswarn- und Informationssystem „KATWARN“ eine Probewarnung per App oder SMS versandt. Darüber hinaus wird über den Mobilfunkdienst „Cell Broadcast“ eine Warnnachricht als SMS direkt auf das Handy oder Smartphone verschickt. Im Gegensatz zu anderen Warnsystemen muss beim „Cell Broadcast“ keine App installiert sein, um alarmiert zu werden. Mit dem Eintreffen des Warntextes ertönt ein lautes Tonsignal.

Im Ernstfall sind insbesondere Fenster und Türen zu schließen und Klimaanlagen sowie Lüftungen, auch im Auto, abzuschalten. Straßenpassanten sollen sofort das nächste Gebäude aufsuchen und Autofahrer sollen im Auto bleiben. Da die Polizei und die Hilfsorganisationen auf freie Straßen angewiesen sind, sollen Verkehrswege nicht blockiert werden. Erst nach der Entwarnung durch Rundfunk- oder Lautsprecherdurchsagen können die Gebäude wieder verlassen werden.

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Aktive Wehr, Feuerwehrverein Haibach

Hawischer Faschingszug mit der Feuerwehr

Der Faschingszug am Faschingsdienstag war der Höhepunkt der Faschingssaison 2025. Bei strahlendem Sonnenschein säumten wieder Tausende Narren die Haibacher Straßen und grüßten die 26 Zugnummern mit einem “Hawisch helau!” Zwei Stunden lang schlängelten sich die Teilnehmer der Vereine und Gruppen aus Haibach, Aschaffenburg und einigen Nachbarorten durch das Dorf. Alle Nebenstraßen waren durch die “allgegenwärtige” Feuerwehr abgesperrt, wie das Main-Echo in seinem Bericht feststellte.

Auch der Haibacher Feuerwehrverein war beim Umzug mit dabei und beteiligte sich mit 2 Fahrzeugen und 40 Teilnehmern unter dem Motto “Die LKW müssen aus Hawisch raus, die Feuerwehr rückt mit Schiffen aus!”

Ein riesiges DANKESCHÖN geht nicht nur an die närrischen Zugteilnehmer und die fleißigen Umzugswagenbauer, sondern auch an alle Feuerwehrleute, die die Umzugstrecke abgesichert haben. Dafür wurde ein vom Ordnungsamt erarbeitetes Konzept umgesetzt, das durch zusätzliche schwere Fahrzeuge in den Zufahrten mehr Sicherheit gewährleisten sollte.  

In diesem Sinne für diese Saison ein letztes “Helau!”

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Aktive Wehr

Unfall mit Kleintransporter – realitätsnahe Übung

Die Feuerwehr Haibach führte am vergangenen Samstag eine Ausbildung zur technischen Hilfeleistung bei Unfällen mit Kleintransportern durch. Im Mittelpunkt standen die patientengerechte Rettung und die besonderen Herausforderungen durch alternative Antriebstechnologien.

Transporter unterscheiden sich in Konstruktion und Stabilität erheblich von Pkw. Verstärkte Fahrerkabinen, beengte Platzverhältnisse und schwer zugängliche Türen erschweren die Rettung. Bei Hybrid- oder Elektrofahrzeugen kommt die Gefährdung durch Hochvoltkomponenten hinzu.

Während der Ausbildung wurden das sichere Trennen der Energieversorgung, der Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten und verschiedene Zugangstechniken, unter anderem das Glasmanagement, trainiert. Zudem wurde die Übung gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr durchgeführt, um den Nachwuchs frühzeitig in realitätsnahe Einsatzszenarien einzubinden, praktische Erfahrungen zu vermitteln und allem voran den Zusammenhalt innerhalb der gesamten Wehr zu stärken.

Die Feuerwehr Haibach bedankt sich herzlich bei der Firma Helmut Westarp für die unkomplizierte Bereitstellung des Übungsobjektes. Solche praxisnahen Trainingsmöglichkeiten sind unerlässlich, um im Ernstfall schnell und effizient helfen zu können.

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Aktive Wehr

Erfolgreiche Vermisstensuche – 68-Jähriger lebend gerettet

Am Samstag, den 22.02.2025 gegen 21:15 Uhr wurde ein 68-jähriger Mann nach einer größeren Suchaktion in Haibach lebend aufgefunden und gerettet. Seine Angehörigen hatten ihn bereits am Nachmittag gegen 15:30 Uhr als vermisst gemeldet, da sie eine medizinische Notlage nicht ausschließen konnten. Nachdem die ersten polizeilichen Suchmaßnahmen erfolglos blieben, unterstützten Feuerwehr, Bergwacht sowie der Rettungsdienst die Suche.  

Zur Koordinierung der Maßnahmen wurden Kreisbrandinspektor Otto Hofmann und Einsatzleiter Rettungsdienst Florian Ewald (Malteser) in das Feuerwehrgerätehaus nach Haibach alarmiert, wo sie gemeinsam mit der Polizei das weitere Vorgehen abstimmten. Kurz darauf wurden bereits die Drohnenteams der Feuerwehr Karlstein und der Bergwacht, Mantrailer-Rettungshunde aus dem Landkreis Offenbach sowie ein Polizeihubschrauber angefordert. Parallel dazu setzte die Feuerwehr Haibach ihr Personensuchkonzept in Gang und erstellte eine detaillierte Lagekarte zur Bestimmung relevanter Suchgebiete.  

Mehrere ernstzunehmende Hinweise aus der Bevölkerung deuteten darauf hin, dass der Vermisste zuletzt am Nachmittag am Ortsrand von Haibach gesehen worden war. Daraufhin wurde die Suche gezielt auf diesen Bereich ausgeweitet. 

Noch bevor die Suchhunde und der Hubschrauber eintrafen, entdeckten Feuerwehrkräfte den hilflosen Mann zufällig in einem Graben liegend an einem unbeleuchteten Feldweg am Ortsrand. Er war stark unterkühlt und nicht mehr in der Lage, sich selbstständig aus der misslichen Lage zu helfen. Die Feuerwehr leistete unverzüglich Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst nach seinem Eintreffen die weitere medizinische Versorgung übernahm. Der Polizeihubschrauber unterstützte anschließend die Patientenrettung aus dem unwegsamen Gelände mit seinem Scheinwerferlicht aus der Luft. Der 68-Jährige wurde zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.  

Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Bergwacht und Polizei beteiligt. Neben Kreisbrandinspektor Otto Hofmann und dem Einsatzleiter Rettungsdienst Florian Ewald (Malteser) war auch der Einsatzleiter der Bergwacht, Jan Kunkel, im Einsatz.  

Bericht von Fabien Kriegel

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Jugendfeuerwehr

Winterrallye der Jugendfeuerwehr

Am Samstag, den 8.2.2025 fand die “Winterrallye” statt, die von der Kreisbrandinspektion für alle Jugendfeuerwehren des Landkreises Aschaffenburg organisiert wird. Es geht darum, durch Wissen und Geschicklichkeit kleine feuerwehrspezifische Aufgaben zu lösen und sich dabei in der freien Natur zu bewegen.

Die Jugendgruppe der Feuerwehr Gde. Haibach hat dabei den 15. Platz belegt. Insgesamt nahmen 21 Jugendgruppen aus dem Landkreis teil. Herzlichen Glückwunsch.

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Aktive Wehr

Motorradunfall und Bushavarie auf der Würzburger Straße

Die Feuerwehr Gemeinde Haibach wurde am frühen Abend des 7.2.2025 zu einem Verkehrsunfall auf der Würzburger Straße im Ortsteil Grünmorsbach alarmiert. Ein PKW war mit einem jugendlichen Motorradfahrer kollidiert, welcher dabei verletzt wurde.

Die Feuerwehr Haibach sicherte die Unfallstelle ab, betreute bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes den Patienten und unterstützte die Polizei durch die Ausleuchtung der Unfallstelle. Aufgrund der Einsatzmaßnahmen musste die Staatsstraße immer wieder vollständig gesperrt werden.

Während der Unfallaufnahme ergab sich ein unerwarteter Folgeeinsatz: Ein Linienbus der Stadtwerke Aschaffenburg hatte sich in einer Nebenstraße beim Wendeversuch festgefahren. Die Feuerwehr sicherte auch diese Einsatzstelle ab und unterstützte in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Aschaffenburg die Bergung des Busses. Glücklicherweise konnte ein größerer Sachschaden verhindert werden und der Bus konnte aus eigener Kraft zur Werkstatt zurückfahren.

Nach rund drei Stunden war die Würzburger Straße wieder uneingeschränkt befahrbar.

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